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Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


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Es sind 17 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
wahrer Horizont - true horizon

Die durch den Erdmittelpunkt verlaufende Ebene senkrecht zum Lot des Beobachters als größter Kreis an der Himmelskugel. Der wahre Horizont ist in der astronomischen Navigation die Bezugsebene für die Höhenmessung eines Gestirns und vom scheinbaren Horizont und der Kimm (als sichtbarem Horizont) zu unterscheiden.

Man spricht auch vom wahrem Horizont beim Messen der Wellenhöhe, bei dem es oft zu erheblichen Schätzfehlern kommt, weil man das Deck des Bootes als Horizont annimmt (sehr ungenau).

 
wahrer Kurs - true trackDer Kurs über Grund, den ein Boot tatsächlich als Winkel von rechtweisend Nord in Bezug auf die Eroberfläche zurücklegt. Der wahre Kurs ist ein um Abdrift, Stromversetzung und anderer Einflüsse berichtigter rechtweisender Kurs.
 
wahrer Wind - true windDie auf einen erdverbundenen Beobachtungsort am Liegeplatz, vor Anker, auf einer Pier o.ä. bezogene Windrichtung und Windstärke, im Gegensatz zum Bezugssystem des fahrenden Bootes, auf dem der wahre Wind in Richtung und Stärke nur aus dem relativen Bordwind und der Fahrt bzw. dem Fahrtwind berechnet werden kann.
 
Warngebiet - declared areaInnerhalb und außerhalb der Hoheitsgewässer liegende, durch Tonnen oder nur ihre geographische Länge und Breite gekennzeichnete Wasserflächen, die ständig oder für bestimmte Zeiten für die Schiffahrt gefährdet und daher zu meiden sind.
 
Warnsignal - alarm signalWenn Fahrzeuge einen gefährlichen Kurs steuern oder ihnen Gefahr droht, warnt man sie mit den Flaggensignalen 'U' oder 'NF'. Als Licht- oder Schallsignal dient der Buchstabe 'U' des Morsealphabetes (kurz kurz lang).
 
Wasserhose - water spoutEin der Windhose vergleichbarer, lokal begrenzter Wirbelsturm oder eine Trombe mit einem vertikalen Luftwirbel, dessen Trichter aus einer Wolke bis zur Wasseroberfläche nach unten wächst, im Trichterkern die Wasseroberfläche nach unten drückt und am Rande Wasser zieht.
 
Wasserlinie - waterlineDie Linie, in der der Wasserspiegel den Rumpf berührt.
 
Wegerecht - right of wayDas Prinzip, nach dem die Ausweichpflicht auf dem Wasser geregelt ist, und die entsprechenden Einzelbestimmungen der Ausweichregeln. Für Segelboote untereinander und während einer Regatta gilt das Wegerecht der Internationalen Wettsegelbestimmungen (IWB), bei jeder anderen Gelegenheit gelten die entsprechenden Artikel der Seestraßenordnung (SeeStrO) und die ergänzenden Bestimmungen der Seeschiffahrtstraßenordnung (SeeSchStrO) sowie anderer,
auf Binnenwasserstraßen oder Einzelreviere beschränkte Verordnungen.
 
Welle (technisch) - shaftSich drehender, zylindrischer Maschinenteil. An Bord ist mit Welle hauptsächlich die Propellerwelle gemeint, deren Durchbrechung durch den Bootsrumpf durch die Stopfbuchse gesichert ist und regelmäßig kontrolliert werden muß.
 
Welle (Woge) - waveEine Wasserschwingung, die als Windsee oder Windwelle bezeichnet wird, wenn sie vom Wind hervorgerufen wird, als Dünung, wenn die Wasserschwingung auch noch nach Aufhören der Windeinwirkung fortbesteht, und als Flutwelle oder Tsunami, wenn sie durch Seebeben o.ä. verursacht ist. Zur Beschreibung einer Welle dienen die Wellenlänge, Wellenhöhe, Wellenperiode und Wellengeschwindigkeit.
 
Wenden - tacking, to tackMit einer Kursänderung verbundenes Segelmanöver, bei dem das Boot mit dem Bug durch den Wind geht und von einem Bug auf den anderen dreht.
 
wenden statt halsen - tacking roundDas Umgehen des Halsens beim Wechseln der Windseite auf einem Raumschotskurs durch Überstaggehen unter gleichzeitigem Inkaufnehmen von Fahrt- und Distanzverlust aus Gründen der Seemannschaft. Dieses Manöver wurde von Segelschiffen mit Gaffeltakelung, die oft mit Gaffeltoppsegel ausgerüstet waren, bei einer Kuränderung mit achterlichem Wind bevorzugt.
 
Werft - yardDer Begriff wurde ursprünglich nur für einen wassernahen Platz benutzt, wo Schiffe und Boote gebaut und über eine Slipanlage oder mit einem Stapellauf zu Waser gebracht wurden.
 
Westwindgürtel - brave westerliesDer zwischen Passatring und Polarring liegende Teil des planetarischen Windsystems, in dem die augenfälligsten Wetteränderungen stattfinden. Besonders ausgeprägt ist der Westwindgürtel auf der Südhalbkugel, wo der Westwind ohne Behinderung durch Landmassen rings um die Erde ganzjährig wehen kann.
 
Wettfahrt - raceEin einzelnes Rennen, das meistens Teil einer aus mehreren Wettfahrten bestehenden Regatta ist. Die Wettfahrt beginnt nicht erst mit dem Startsignal, sondern bereits mit dem Vorbereitungssignal und endet mit dem Zieldurchgang, durch Aufgabe oder Abbruch der Wettfahrt. Während einer Wettfahrt unterliegt jedes teilnehmende Boot den internationalen Wettsegelbestimmungen, die das Wegerecht für jede Situation einer Wettfahrt regeln.
 
Winde (Winsch) - winch

Eine Winde ist eine vor allem in der Schifffahrt gebräuchliche Seilwinde zur Übertragung größerer Zugkräfte.

Beim Segeln dienen Winschen der Bedienung von Schoten, Fallen und anderen Tauwerksleinen. Eine früher gebräuchlichere Bezeichnung lautet Schotwinde.

Eine Leine wird, im Unterschied zu anderen Seilwinden, auf einer Winsch nicht aufgewickelt, sondern lediglich mit einigen Windungen um eine Trommel gelegt, die mit einer Handkurbel gedreht werden kann. Die Winschtrommel besteht aus einem aufgerauhten oder gerippten Metallzylinder, der sich nur in eine Richtung drehen lässt. In der anderen Drehrichtung verhindern Sperrklinken, dass sich die Leine wieder abwickelt. 
 
Wurfleine - heaving line

Dünne Leine, die beim Anlegen oder einem anderen Manöver zum Überbrücken größerer Entfernungen und zur Übergabe von Festmachern, Schlepptrossen o.ä. dient. Dabei ist ein Tampen mit einem Wurfleinenknoten oder einem kleinen Sandbeutel beschwert und der andere Tampen an der Leine belegt, die übergeben werden soll.

In der Wurfhand werden mehrere kleine Buchten, in der zweiten Hand mehrere größere klar zum Laufen aufgeschossen. Dann werden Wurfbeutel und kleine Buchten mit weitem Schwung geschleudert und die großen Buchten mit der anderen Hand gleichzeitig hinterher geworfen, so daß die Wurfleine in der Luft auf ihre volle Länge ausrauschen und den Empfänger erreichen kann.

 


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