Startseite arrow Klön arrow Segler ABC
Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


Sie können nach Einträgen suchen.

beginnt mit enthält entspricht genau

Ausdruck hinzufügen

Alle | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Ü | Z | Ö


V
Es sind 16 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Verbund-Bauweise - sandwich constructionBootsbau aus massiven GFK-Aussenwandungen mit einlaminiertem Kernmaterial aus leichtem, schubsteifem Material, vorwiegend als Sandwich-Bauweise bekannt. Die Güte einer Verbund-Konstruktion ist hauptsächlich vonder richtigen Bindung der Deckschichten aus Roving oder Glasmatten mit dem Kern abhängig.
 
Verdränger - displacement boatEin Boot, das auch in Fahrt immer nach dem archimedischen Prinzip schwimmt und das von ihm erzeugte Wellensystem wegen seines Gewichtes nicht verlassen kann. Im Gegensatz zum Gleitboot hat jeder Verdränger eine maximale Rumpffahrt, die er nicht überschreiten kann.
 
verholen - to haulEin Boot ohne Segel und Motor von einem Liegeplatz zu einem anderen, zu einem Ankerplatz, an einen Slip o.ä. bringen und es dabei mit Festmachern, Winden, anderen Vorholleinen, mit Bootshaken, von Hand oder nur mit dem Anker bewegen.
 
verkatten (einen Anker)Einen bereits ausgebrachten Haupt-Anker durch einen zweiten Wurf- oder Reserveanker verstärken, indem man ihn an derselben Kette oder Trosse ansteckt und ausbringt. Man verkattet die Anker, wenn durch Seegang oder im Sturm der Ankerplatz unsicher wird, insbesondere auf Legerwall oder bei schlechtem Ankergrund, doch leistet ein Ankergewicht oder Gleitgewicht oft die gleichen Dienste.
 
Vermessung - measurementDie genaue Prüfung eines Klassenbootes oder Ausgleichers durch einen anerkannten Vermesser und nach den entsprechenen Vermessungsvorschrifen, um z.B. einen Klassennachweis zu erbringen, mit dem ein Meßbrief ausgestellt werden und die Segelnummer oder Registriernummer erteilt werden kann.
 
versegeln

Nautisch allgemein: von einem Hafen zum anderen segeln.

Dabei gegebenenfalls auch vom Kurs abkommen, das Ziel verfehlen.

 
versetzen
  1. Ein Schiff durch den Meeresstrom vom Kurs abbringen;

  2. durch Wind vertreiben;

  3. einen Beschlag an einer anderen Stelle anbringen; in diesem Sinne auch einen Lotsen von der Lotsenstation zum Schiff versetzen.
 
vertäuen - to moor, to make fastIm Gegensatz zum Festmachen an einem Liegeplatz das Festlegen mit Bug und Heck zur Pier und nur mit einem Heck- bzw. Buganker, mit Trossen zu Bojen, Pfählen oder mit Leinen voraus und achteraus zu Bojen, Dalben und Ankern.
 
VollzeugMit allen Hauptsegeln laufen, die beim normalen Segeln gesetzt werden können oder müssen, weil sie in Bezug auf die Lage des Segeldruckpunktes zur Takellage des Bootes gehören.
 
VollzeugbriseEine mäßige bis frische Brise von Beaufort 4 bzw. 5, bei der eine Yacht Vollzeug tragen und mit dieser Besegelung optimale Fahrt laufen kann.
 
voraus - ahead, forward

Auf ein Objekt bezogen vor dem eigenen Boot liegend oder laufend. Auf das eigene Boot bezogen die Bewegung in Längsschiffsrichtung nach vorn, in Fahrtrichtung. Gegensatz: Achteraus.

Ein Boot liegt klar voraus; eine Landmarke peilt recht voraus; man geht mit dem Motor voll voraus; sichtet ein Objekt Steuerbord voraus, verholt eine Bootslänge voraus.  'Voraus' liegt demnach alles, was ausserhalb des Bootes und vorlicher als querab liegt. Innerhalb des Bootes liegt etwas vorn.

 
vorheißen - to hoistEin Segel, eine Flagge, einen Signalball o.ä. ganz, bis zur höchstmöglichen Position heißen (hochziehen).
 
Vorschiff - forebodyDer Vorderteil des Bootes von mittschiffs bis zum Bug, in dem die Breite nach vorn kontinuierlich abnimmt. Im Unterwasserschiff erfolgt am Vorfuß der Übergang von der Kielflosse zum Vorsteven.
 
Vorsegel - headsail, fore sail

Ein vor dem Mast, bei Yachten mit mehreren Masten vor dem vorderen Mast gefahrenes Stagsegel. Bei der Sluptakelung benutzt man nur ein Vorsegel, die Fock, bei der Kuttertakelung daneben noch ein zweites Vorsegel, den Klüver, gegebenfalls sogar noch ein drittes Vorsegel, den Flieger.

In einem Vorsegeldreieck können unterschiedlich große Vorsegel gefahren werden, die abhänging von Windstärke und Segelstellung oder Kurs zum Bordwind verschiedene Größen und Formen haben. Von den Vorsegeln zählt die übliche Arbeitsfock oder eine mittlere 'Genua' zu den Hauptsegeln, die größeren wie Reacher, Star-Cut oder Spinnaker bzw. die kleineren wie die Sturmfock zu den Beisegeln.

 
Vorstag - fore stayAuf Yachten mit Kuttertakelung das vordere Stag, an dem der Klüver gefahren wird, im Gegensatz zum Fockstag. Bei einer Sluptakelung kann man das Vorstag auch als Fockstag und umgekehrt bezeichnen.
 
Vorwindkurs - run

Ein Kurs mit aufgefierten Schoten genau in Richtung der Windachse, auf dem das Segel nicht mehr als aerodynamisches Profil umströmt wird, sondern weitgehend nur als Windfang arbeitet und der relative Bordwind um den Betrag der Fahrt schwächer als der umgebene atmosphärische Wind ist.

Auf einem Vorwindkurs werden daher die größten Beisegel gesetzt, aber dennnoch erreicht hier das Boot nicht die gleiche Geschwindigkeit wie bei Dreiviertelwind.

 


Alle | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Ü | Z | Ö


Glossary V2.0
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2008 by Blog-Marketing