Startseite arrow Klön arrow Segler ABC
Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


Sie können nach Einträgen suchen.

beginnt mit enthält entspricht genau

Ausdruck hinzufügen

Alle | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Ü | Z | Ö


S
Es sind 24 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Sandwich-BauweiseBootsbau-Methode aus GFK: Zwischen zwei Deckschichten aus GFK mit großer Festigkeit ist leichtes Kernmaterial einlaminiert, das für einen überall gleichen Abstand sorgt. Gute Isolation - günstiges Verhältnis zwischen Steifigkeit und Gewicht.
 
scheinbarer Horizont - sensible horizonIm Gegensatz zum sichtbaren Horizont, der Kimm, die Blickebene, die senkrecht zum Lot durch das Auge des Beobacherters bis zur Himmelskugel geht. Dieser verläuft parallel zum wahren Horizont, der ebenfalls senkrecht zum Lot, aber durch den Erdmittelpunkt gezogen ist.
 
scheinbarer Wind - apparent windDer an Bord eines fahrenden Bootes wahrgenommene Wind, der gleichzeitig als wirksamer Segelwind die Windenergie liefert, mit dem die Segel in Verbindung mit Rumpf und Takelage für die Fortbewegung des Bootes sorgen.
 
Schiff - shipPhysikalisch betrachtet ein Fahrzeug, das nach dem Archimedischen Prinzip auf dem oder im Wasser schwimmt. Im Sinne des Schiffssicherheitsvertrages und anderer internationaler Vereinbarungen ein Wasserfahrzeug, das zur Beförderung von mehr als 12 Personen oder von Fracht verwendet wird.
 
Schiffsregister - register of shipingEin vom zuständigen Amtsgericht des Heimathafens, des Eigner-Wohnsitzes oder an einem beliebigen anderen Ort geführtes Register, das öffentlich Auskunft über das Eigentum an einem Schiff gibt.
 
Schiffstagebuch - log bookDas auf einem Schiff gesetzlich vorgeschriebene offizielle Tagebuch, auch Logbuch oder Journal genannt, in das alle Daten der Navigation, der Meteorologie, auf Segelschiffen alle Angaben zur Segelführung sowie alle Ereignisse und besondere Vorkommnisse eingetragen werden.
 
Schleuse - lockWasserbauwerk mit einer oder mehreren Kammern, das den Übergang eines Bootes oder Schiffes von einem tieferen zu einem höheren Wasserspiegel ermöglicht.
 
Schothorn - clew, clueDie achtere untere Ecke eines Segels, wo sich Unterliek bzw. Baumliek und Achterliek treffen.
 
Schwert - centreboardIn einem Schwerkasten absenkbare Platte zur Verminderung der Abdrift eines Schwertbootes. Jedes Schwert ist mit einem Schwertfall ausgestattet, damit es auf jeder beliebigen Tiefe gehalten oder auch ganz in den Schwertkasten eingeholt werden kann.
 
Seeamt - marine CourtEine von den obersten Länderbehörden geschaffene Einrichtung zur Untersuchtung von Seeunfällen, die in Deutschland z.B. in Emden und Hamburg besteht.
 
Seefunk - maritime radioDer Funkverkehr zwischen einer Seefunkstelle und einer Küstenfunkstelle oder zwei Seefunkstellen. Der Seefunk wird im Kurzwellen-, Mittelwellen-, Grenzwellen- und UKW-Bereich abgewickelt und dient der Übermittlung von Not-, Einlauf und Auslaufmeldungen, für die Übermittlung von Anweisungen von Behörden, Reedereifunk und für die Abwicklung von privatem Telegraphie- und Telefonie-Verkehr.
 
Seekarte - sea chart, nautical chart

Kartographische Darstellung eines begrenzten See- oder Küstengebietes nach der winkeltreuen und flächenähnlichen Mercator-Projektion, in der die Loxodrome und damit die Kurslinie als Gerade erscheint und alle Peilungen als gerade Linien eingetragen werden können.

Nördlich und südlich der Mittelbreite weicht das Massstabsverhältnis geringfügig ab; Distanzen müssen daher am linken oder rechten Kartenrand etwa auf der gleichen Breite gemessen werden.

Inhalt: Eine Seekarte enthält alle wichtigen Unterlagen für die Navigation, z.B. die Wassertiefen und Tiefenlinien, Angaben über Grundbeschaffenheit, Untiefen, Klippen, Riffe, Wracks, Strömungen, Sperrgebiete, Seezeichen, Leuchtfeuer und andere Messungen eingetragen sind. Auch Angaben zu einem Leuchtfeuer, z.B.: "Fl.WRG. 16m 13-9M" = Flash white red green, 16m hoch, Lichtstärke 13 Meilen für weisses Licht und bis 9 Meilen für farbiges Licht.

 
Seemeile - sea mileNatuisches Längenmass, das durch die Grösse der Bogenminute auf einem Grosskreis der Erdkugel des Erdumfangs gegeben ist. Durch eine Vereinbarung des Internationalen Hydrographical Bureau Monaco wird als 'International Nautical Mile' ein Wert von 1852m angenommen. Nur die britische (Land-)Mile beträgt 1853,18 m.
 
Seeschiffahrtstrassenordnung (SeeSchStrOPolizeiverordnung für den Verkehr auf den deutschen Seeschiffahrtstrassen. Sie enthält u.a. Schiffahrtzeichen, Sichtzeichen und Schallsignale der Fahrzeuge, Fahrregeln und ergänzende Vorschriften für den Nord-Ostsee-Kanal. Ausserdem sind hier weitere schiffahrtspolizeiliche Anordnungen angeschlossen.
 
Seestrassenordnung (SeeStrO)Mit der Bezeichnung 'Regeln zur Verhütung von Zusammenstössen auf See' als Anlage B ein Teil des Internationalen Schiffssicherheitsvertrages, der das Wegerecht auf See regelt.
 
Seewind - onshore windDurch thermische Einflüsse bei starker Soneneinstrahlung an der Küste in der Regel nur tagsüber wehender auflandiger Wind geringer Windgeschwindigkeit, der seine grösste Stärke mit max. 4 am frühen Nachmittag erreicht und zum Abend wieder abflaut.
 
SegeldruckpunktDer Kraftangriffspunkt des Segels, der keine konstante Position hat und nicht identisch mit dem Segelschwerpunkt ist. Seine Lage ist von der Segelwölbung, von der Windgeschwindigkeit und dem Anstellwinkel abhängig. Bei gleichem Seitenverhältnis liegt er bei einem flachen Segel höher als der Segelschwerpunkt und mehr zum Vorliek, bei einem bauchigen Segel mehr zum Achterliek, und er wandert bei einem über den optimalen Anstellwinkel hinaus vergrösserten oder verkleinerten Anströmwinkel nach achtern.
 
Selbststeueranlage - self-steering gearMechanische, elektrische oder andere Einrichtung, mit der die Arbeit des Rudergängers überflüssig gemacht wird. Mit einer Selbststeueranlage kann ein Boot auch allein seinen einmal eingestellten und gewünschten Kurs halten.
 
SextantWinkelmessgerät zur Schiffsortbestimmung, in der astronomischen Navigation für die Höhenmessung eines Gestirns über der Kimm, in der terrestrischen Navigation für die Höhenmessung von Landobjekten oder die Messung des Horizontalwinkels zwischen zwei Punkten.
 
Signalflaggen - international code flagsAus Flaggen, Doppelstandern und Wimpeln gebildetes Flaggenalphabet zur optischen Nachrichtenübermittlung auf See und in der Schiffahrt nach dem Internationalen Signalbuch.
 
SOLAS

Abkürzung für die 'International convention for the Safety of Life and Sea'.

Seine ursprüngliche Zielsetzung ist die Umsetzung internationaler Sicherheitsstandards für den Bau und die Ausrüstung von Seeschiffen (Auslöser für die Erforderlichkeit solcher Standards war der Untergang der Titanic 1912). Da sich die Gefahren für die Schifffahrt im Laufe der Zeit veränderten bzw. sich anders darstellten, erfuhr das Übereinkommen bereits zahlreiche Änderungen und wurde um einige Kapitel ergänzt.

Die aktuelle SOLAS-Konvention (die nun fünfte und sogenannte „SOLAS 74“) stammt von 1974 und besteht aus zwölf Kapiteln, die sich mit Bemannung, Sicherheitsmanagement, Technik, Ladung und Rettungsmitteln beschäftigen.

 
SOS-Ruf - SOS-Call, distress-call

Seit 1912 als internationales Notzeichen im Falle der Seenot sowohl als Lichtzeichen, Funkzeichen oder Schallzeichen eingeführt. Der auffallende Rhythmus von abwechselnden kurzen und langen Signalzeichen mit diesen optisch und akustisch eindringlichen Morsebuchstaben ... --- ... definiert S als 3 Punkte , O als 3 Striche und S als 3 Punkte.

Der SOS-Ruf besteht nicht aus drei Einzelbuchstaben, wie meist angenommen wird; vielmehr wird der SOS-Code in einem gesendet, d. h. es werden keine Zeichenpausen zwischen den Buchstaben gemacht: ···−−−··· und nicht ··· −−− ···. Die Bedeutung von SOS als Abkürzung für Save our Souls oder Save Our Ship („Rettet unsere Seelen” oder „Rettet unser Schiff”) wurde erst später in das Signal hineininterpretiert.
 
Steuerbord - starboardRechts an Bord und rechts ausserhalb vom Boot, von achtern nach vorn gesehen.
 
Steuerkurs - steered course

Der am Magnetkompass oder Steuerkompass anliegende Kurs, der durch einen einfachen Rechenablauf den rechtweisenden Kurs ergibt. Natürlich kann auch umgekehrt vom vorhandenen rechtweisenden Kurs zum Magnetkompasskurs gerechnet werden.
Hierbei sind die Ablenkung und die Missweisung zu berücksichtigen.

Ablenkung: Ein Magnetkompass wird durch Eisenteile wie Motor, Anker, Eigenmagnetismus abgelenkt, hierfür werden sog. Deviationstabellen für die Schiffe erstellt.

Missweisung: Die durch den Erdmagnetismus bewirkte Ablenkung der Kompassnadel von der rechtweisenden Nordrichtung. Auf Seekarten gibt es hierzu eine Missweisungsrose, eine Kompassrose, die den Wert der Missweisung  für das entsprechende Seegebiet und ihre järliche Änderung angibt.

 


Alle | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Ü | Z | Ö


Glossary V2.0
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2008 by Blog-Marketing