Segler ABC |
Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.
Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen
Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit
oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen,
sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von
„Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“,
„Fockschot“ usw.) zu sprechen.
Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig
in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst,
kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck
hinzufügen!
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| Es sind 36 Einträge im Glossar. |
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| Radar - radio detection | Ein Verfahren der Navigation, zur Vermeidung von Kollision, das die Position von Zielen und Objekten nach Richtung und Entfernung mit Hilfe einer elektrischen Echomethode zu bestimmen erlaubt.
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| Radialschnitt - radial cut | Ein Segelschnitt, bei dem die Bahnen des Segeltuches radial vom Vorliek zum Schothorn verlaufen und sich der Winkel zu dem Schlußfaden verändert; auch Strahlenschnitt genannt.
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| Radsteuerung - wheel steering | Im Gegensatz zur direkten Steuerung eines Bootes über die Ruderpinne eine indirekte, bei der das Ruder über Steuerrad, Steuerseileund einen Ruderquadranten auf dem Ruderschaft bedient wird. Daneben gibt es noch andere mechanische oder hydraulische Steuereinrichtungen.
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| Raffee - raffee | Ein Beisegel auf Rahseglern oder bei Benutzung einer Breitfock, das von den Nocken der Rah bis zum Masttopp gesetzt wurde und die Form eines flachen Dreiecks hatte.
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| Rah - yard | Lange, kräftige Spiere, die in der Mitte waagerecht an der Vorkante des Mastes befestigt und seitlich schwenkbar sowie in der Höhe verstellbar auf einem Rack angeschlagen ist.
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| Rahsegel - square sail | Rechteckiges Segel, das an einer Rah gefahren wird. Die obere Kante heißt Kopf, die Seiten Lieken und die Unterkante Fuß.
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| Rahtakelung - square rig | Eine Takelage mit Rahsegeln als Hauptsegeln, die in der Zeit der Segelschiffahrt benutzt wurde und sich in der prinzipiellen Seemannschaft und Segeltechnik grundlegend von der Handhabung der Schratsegel unterscheidet, die Yachten führen.
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| Raum! - hailing for room | Beim Rennsegeln üblicher und durch die Wettsegelbestimmungen geforderter Zuruf, um ein anderes Boot auf das eigene Wegerecht aufmerksam zu machen oder den zum Runden oder Passieren eines Hindernisses oder einer Bahnmarke notwendigen Manövrierraum von diesem zu erhalten.
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| raume See - fair sea | Ein günstiger Seegang von annähernd Dwarssee bis achterlicher See. Ein offener Seeraum mit großer Wassertiefe und weiter Entfernung zur Küste.
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| raumer Kurs | Ein Kurs mit raumen Wind auf einem Dreieckskurs die Strecke von der Luvmarke zur Leemarke über die seitlich dazu ausgelegte Raumschots-Marke, auf der mit dem Spinnaker gefahren und eine Jolle ins Gleiten gebracht werden kann.
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| raumer Wind - free wind | Ein günstiger Wind, der raum einkommt und mit dem man nicht mehr am Wind segelt.
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| Raumschotkurs - reaching | Ein Kurs, auf dem die Segel für raumen Wind geschotet sind. Dabei kann man mit entsprechendem Fieren und Holen der Schoten abfallen oder anluven.
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| recht - right, true | Nautisch genau, richtig, gerade z.B. bei recht achteraus.
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| recht achteraus - right astern | Genau in Kielrichtung achteraus.
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| Recht so! - steady! | Ein Ruderkommando, um z.B. nach einer Kursänderung oder Drehung den im Augenblick des Kommandos anliegenden Kurs zu halten oder zu steuern.
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| Ree! - lee O! | Das zu einem einzigen kennzeichnenden Laut zusammengezogene Kommando 'Ruder nach Lee!', das auf größeren Yachten und Segelschiffen der Schiffer sowohl für den Rudergänger als auch für die Crew gibt. Auf einer Jolle oder einem Seekruezer erteilt es der Rudergänger selbst, wenn das Boot nach dem Kommando 'Klar zum Wenden!' andreht und die Fockschot losgeworfen werden soll, damit das dann luvgierig werdende Boot schneller und sicherer über Stag geht.
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| Reederei - shipping company | Nach dem Handelsrecht eine Gesellschaft zum gewerbsmäßigen Transport von Personen und Gütern mit See- und Binnenschiffen.
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| Reff - reef | Der Teil des Segels, der zum Reffen eingerichtet ist oder die Art des Reff, auch Reffeinrichtung genannt. Urspünglich sprach man vom ersten oder zweiten Reff, entsprechend der unteren oder oberen Reffleiste, bis zu der das Segel beim Reffen zum Baum gefiert und mit Reffbändseln eingebunden wurde.
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| reffen - to reff | Zeitweiliges Verkleinern der Segelfläche, hauptsächlich des Großsegels, bei wachsender Windgeschwindigkeit. Um die gefährliche Arbeit des Reffens an Deck zu vereinfachen und die Arbeitszeit zu verkürzen, wurden zunehmend moderne Reffeinrichtungen entwickelt. Z.B. Bindereff, Rollreff, Federreff.
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| Refraktion - refraction | In der astronomischen Navigation die zu beachtende Strahlenbrechung, mit der die aus dem Weltall kommenden Lichtstrahlen durch die Lufthülle über der Erde abgelenkt werden.
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| Regatta - regatta | Wettfahrtreihe, die aus mehreren Rennen besteht.
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| Regattabahn - race course | Der durch Bahnmarken gekennzeichnete Kurs für eine Regatta. Je nach zu fahrendem Kurs z.B. Seeregatta oder olympischer Kurs gibt es Unterscheidungen.
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| Regattasegeln - racing/regatta sailing | Sportlicher Wettkampf in Booten, der mit fliegendem Start begonnen und mit dem Zieldurchgang beendet wird.
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| Registriernummer - distinguishing number | Die Nummer im Großsegel eines Bootes, die seine Identität, ggf. in Verbindung mit anderen Segelzeichen wie Nationalitätskennzeichen und Klassenzeichen, wiedergibt.
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| Reihleine - lace, lacing line | Dünne lange Leine oder mehrere kurze Enden zum Anreihen des Segels an Mast oder Baum, wenn es nicht an Rutschern befestigt ist oder in eine Keep eingezogen wird.
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| Reinschiff - clean ship | Das Reinigen des Bootes, im Hafen oder auf See, von Deck oder Kajüte, mit Seewasser, Dweil, Feudel, Leuwagen und anderen Geräten.
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| Reißleine | Eine Gummileine mindestens doppelter Vorliekslänge, an der kurze Enden mit Hakenbeschlägen befestigt sind, um ein Segel beliebig oft einbinden zu können.
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| relative Segelfläche | Ein Kriterium für das Erkennen von Leistungen und Eigenschaften eines Bootes durch die Beziehung wichtiger Hauptabmessungen zueinander, in diesem Falle der vermessenen oder Am-Wind-Segelfläche (/m²) zur Verdrängung( Gewicht/t) des Bootes.
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| Rettungsbake - refuge beacon | Für Schiffbrüchige an weit vorgeschobenen Plätzen der Küste aufgestellte Bake, die einen über eine Leiter erreichbaren Aufenthaltsraum mit Notproviant und Trinkwasser besitzt.
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| Rhe | Ältester deutscher Segelclub, der am 7.2.1855 in Königsberg (Ostpreußen) von vorwiegend jungen Seglern mit einer eigenen 'Segelzeitung des Rhe' gegründet wurde. Damit ist die Geburtsstunde des deutschen Sportsegelns gesetzt.
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| Richtiger Kurs |
- proper course - Im Sinne der Wettsegelbestimmungen jeder Kurs, den eine Yacht nach dem Startsignal in Abwesenheit anderer Yachten segeln würde, um so schnell wie möglich durchs Ziel zu gehen.
- true course - Bei der Kursverwandlung ist der rechtweisende Kurs ein Richtiger Kurs, und gegenüber dem Kompaßkurs wird auch der mißweisende Kurs als Richtiger Kurs bezeichnet, aber natürlich nur im relativen Sinne.
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| Round-Britain-Rennen | Seit 1966 alle vier Jahre ausgetragenes Etappenrennen um die britischen einschließlich der Shetland-Inseln für Seekruzer mit zwei Mann Besatzung. Start und Ziel in Plymouth und Zwangsstopp von 48 Stunden in jedem Etappenhafen; Crosshaven, Castle Bay, Lerwick, Harwich.
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| Ruder - rudder | Kurzbezeichnung für die gesamte Ruder- oder Steuer-Einrichtung eines Bootes und die drehbare, blattartige Fläche hierzu am Heck.
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| Runden einer Bahnmarke | Bei einer Regatta nach den Segelvorschriften an der richtigen Seite einer Bahnmarke herumsegeln, aber diese immer mit Schotenbedienung oder Segelmanöver verbundene Kursänderung auch ohne Verlust an Höhe und Geschwindigkeit vornehmen.
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| Rutscher - slide, traveller | Sammelbezeichnung für alle, auf Gleitschienen o.ä. rutschenden oder gleitenden Beschläge, die entweder mit dem Segel verbunden sind (Mast-, Baumrutscher) oder zum Verstellen des Holepunktes auf der Großschotschiene (Traveller) oder der Fockschotschiene dienen.
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| Rückdrehen des Windes | Änderung der Windrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn, d.h. linksdrehend, auch Krimpen des Windes genannt.
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Glossary V2.0 |