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Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


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Es sind 15 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Paddel - paddleAusrüstungsteil zur Fortbewegung des Bootes mit Muskelkraft, ungefähr armlang und auf der einen Seite mit einem breiten Blatt für die Wasserarbeit, auf der anderen mit einem Handgriff versehen.
 
Panamakanal - Panama ChannelEine 81 km lange, 1914 eröffnete Wasserstraße, die den karibischen Atlantikhafen Colon mit dem Pazifikhafen Balboa verbindet. Der Panamakanal verkürzt den Weg von New York nach Japan um ca. 4.000 sm. Er ist auf beiden Ozeanseiten bis ca. 13 km landeinwärts ein Seespiegelkanal.
 
Passat - trade windEin Wind des planetarischen Windsystems, der im Passatring beiderseits des Äquators ganzjährig und annähernd gleichmäßig weht. Durch die Erddrehung wird der Passat nach Osten abgelenkt, so daß auf der Nordhalbkugel ein Nordost-Passat und auf der Südhalbkugel ein Südost- Passat weht.
 
PassatsegelSpeziell für die raumen Kurse im Passat gefertigte Segel der Seekreuzer: Früher wurde eine Breitfock bevorzugt, die anstelle von Großsegel und Vorsegeln gesetzt wurde. Heute zieht man eine Doppelfock bzw. einem Doppelspinnaker vor, deren Schoten unmittelbar
zur Pinne geführt werden, damit sich das Boot, insbesondere bei Einhandseglern, unter Passatsegel selbst steuern kann.
 
PatchEin auf das Segel aufgesetzter Flicken. Er soll entweder einen Riß im Segel ausbessern oder zum Schutz bei stark beanspruchten Segelstücken dienen.
 
peilen - to take a bearingDie Richtung zum Objekt, z.B. einer Landmarke feststellen.
 
Peilscheibe - pelorusEine vom Kompaß unabhängige, fest mit dem Boot verbundene, meist kardanisch (gleichbleibende horizontale Lage) aufgehängte Richtungsrose mit Visiereinrichtung, die in der Bootslängsachse ausgerichtet ist und eine 360°-Teilung hat; sie kann auch in Deckschuhen gehaltert und nach Gebrauch wieder verstaut werden.
 
Pinne

Ruderpinne, ein waagerechter Hebel zum Betätigen des Ruders, als "Segelpinne" besonders lang.

Die Pinne unterscheidet sich von einem Steuerrad vor allem dadurch, dass sie unmittelbar mit dem Schiffsruder (der Steueranlage) verbunden ist; die Bewegungen eines Steuerrads werden hingegen über Seilzüge auf das Ruder übertragen. 

 
Pinnenausleger - tiller extensionHinter dem Handgriff der Ruderpinne horizontal schwenkbar und über einen Universal-Beschlag umklappbarer Holz- oder Metallstab, der beim Ausreiten in der Hand des Rudergängers liegt und beim Ruderlegen den seitlichen Abstand zur Pinne überbrückt.
 
PiratAus Holz, Sperrholz oder GFK gebaute Zweimann-Jolle, die 1939 von Carl Martens konstruiert wurde und die verbreiteste Nationale DSV-Verbandsklasse ist.
 
planetarisches WindsystemDurch die unterschiedliche Erwärmung der Erde in der Sonneneinstrahlung steigt die Luft am Äquator auf und fließt in größeren Höhen in Richtung auf die Pole ab. Auf ca. 30° Nord und Süd steigen die Luftmassen in den kälteren Regionen wieder zum Erdboden ab und fließen zum Äquator zurück. Diesen Luftkreislauf nennt man den Passatring.
 
Positionslaterne - navigating lanternEine vom DHI (Deutsches Hydrographisches Institut) zugelassene Laterne, mit der die gemäß SeeStrO, SeeSchStrO oder BinSchStrO vorgeschriebenen Lichter mit ihrer Mindestragweite und der richtigen Lichtverteilung gezeigt werden können.
 
Prau - praw, proaEin Doppelrumpfboot aus Indonesien und Polynesien, das einen schlanken Hauptrumpf hat, der Mast und Segel trägt, aber nur mit einem Ausleger oder Schwimmer gebaut ist, der immer in Lee liegt. Eine Prau ist praktisch ein Doppelbugboot und kann den Großbaum um 180° schwenken. So sind durch ein besonderes Manöver zum Wenden alle Kursänderungen wie mit jedem anderen Schratsegel üblich. Abwandlungen hierzu: Katamaran und Trimaran.
 
ProfilmastEin über die übliche Stromlinienform des festen Mastes hinaus nach achtern verlängertes Mastprofil. Ein Profilmast ist meistens auch drehbar angeordnet und entweder Teil eines halbstarren Segels oder wird mit einem Lattensegel gefahren.
 
ProfilsegelIm Gegensatz zum normalen Tuchsegel oder Lattensegel, die mit einem weichen oder halbstarren Segelprofil arbeiten, ein Starrsegel in Stormlinienform mit beidseitgen konvexen und unveränderlichen Wölbungen.
 


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