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Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


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Es sind 26 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Lagune - lagoon, sea lakeDurch Dünen, Riffe u.a. schmale Landstriche von der See abgegrenztes Revier mit weniger Seegang, flacherem Wasser und Landschutz.
 
lamelliert - lamellatedAus mehreren Schichten verleimt, z.B. Platten aus Bootsbausperrholz. Um eine gewünschte Form oder Rundung bei grosser Festigkeit zu erhalten, lassen sich Spanten, Pinnen und Teile der Einrichtung und Ausrüstung aus optischen Gründen sogar aus verschiedenfarbigen Holzarten lamellieren.
 
Landeffekt - land effectLandeinwirkung bei einer Funkpeilung. Ablenkung des Peilstrahls beim Übergang der Funkwellen von Land auf See bzw. umgekehrt, insbesondere bei einem nicht senkrechten Auftreffen auf die Küste.
 
Landmarke - landmarkVon See aus gut sichtbarer und unverwechselbarer Punkt an der Küste, der zur Schiffsortbestimmung in der terrestrischen Navigation benutzt werden kann. Eine  markante Landmarke kann ein Einzelbaum, ein Schornstein, ein Sendeturm, Bake, Mühle, Windrad oder ähnliches sein.
 
Landwind - offshore wind, landbreezeDurch thermische Einflüsse bei starker Sonneneinstrahlung an der Küste in der Regel nur nachts auftretender ablandiger Wind geringer Windgeschwindigkeit, der am Tage durch den Seewind abgelöst wird.
 
Lateinersegel - lateen sailDreieckiges Segel, das an einer langen gebogenen Spiere gefahren wird, die in einem Winkel von ca. 45° vom Bug nach achtern reicht und auf ca. einem Drittel ihrer Länge am relativ kurzen Mast gesetzt ist.
 
Lateraldruckpunkt - centre of pressureWie der Segeldruckpunkt hat er keine feste Position sondern bewegt sich. Wenn der Rumpf bei einer Krängung seine Lage zur Wasserstömung ändert, wandert der Latelraldruckpunkt nach vorn.
 
lavieren - to beatVeralteter Ausdruck für Kreuzen; aber noch für die Bewältigung einer schwierigen Kreuzstrecke mit engem Fahrwasser, geringer Wassertiefe, ungünstigem Wind und ähnlichem benutzt.
 
Lee - to leeward, down windDie Richtung, in die der Wind weht. Das Gegenteil ist Luv. Der Begriff Lee wird vielfach gebraucht, z.B. Leeküste, Leebug.
 
Leebug - lee bowBeim Segeln in Tidengewässern ein Kurs, bei dem die Richtung des Stromes gegen die Leeseite des Bootes gerichtet ist. Man wählt bei jedem Kurs nach Luv nach Möglichkeit immer den Lee oder läuft mit Lee, weil man dabei größere Höhe halten kann und mehr Fahrt laufen kann.
 
LeegeschwindigkeitAuf Kursen nach Lee in Richtung der Windachse und auf ein Ziel zu. Die in Lee erzielte Geschwindigkeit.
 
Leitfeuer - leading lightEin einzelnes Leuchtfeuer das ein Fahrwasser oder eine Hafeneinfahrt bezeichnet.
 
Leuchtturm - lighthouseLandfestes Seezeichen, das ein Leuchtfeuer trägt und mit anderen Signalanlagen für die Schifffahrt ausgerüstet ist.
 
Liegeplatz - berthDie der Länge eines Bootes angepaßte Stelle, an der es kurzfristig oder längere Zeit liegen kann. Z.B. in einem Hafen.
 
Lloyds Register of YachtsErstmals 1878 von der Klassifikations- und Versicherungsgesellschaft Lloyds (Register for Shipping) veröffentlichte Liste mit Yachten, die bei Lloyds versichert und nach den speziellen Bauvorschriften für Yachten in Holz gebaut wurden. Die ersten Bauvorschriften für Stahlyachten erschienen 1888, seit 1934 wurden die Yachten um den America's Cup von Lloyds klassifiziert.
 
Logbuch - log, boat's log bookDas Boots- oder Schiffstagebuch, das in der Berufsschiffahrt gesetzlich vorgeschrieben ist und oft für verschiedene Bereiche getrennt z.B. als Funk- oder Maschinentagebuch geführt wird.
 
Lot - leadMeßgerät zur Bestimmung der Wassertiefe.
 
Lotse - pilotVon Behörden zugelassener ortskundiger Berater, der berufsmäßig Schiffe von See aus über die Seeschiffahrtsstraßen in die Häfen oder auf umgekehrtem Wege wieder hinaus begleitet.
 
Luv - windward, up windDie Richtung, aus der der Wind kommt. Die gegen den Wind gerichtete Richtung. Das Gegenteil ist Lee.
 
luvwärts - to windwardIn Richtung Luv. Man kann ein Hindernis luvwärts umsegeln, ein anderes Boot luvwärts überholen, und von mehreren Yachten kann sich eine, (die am entferntesten) luvwärts befinden. Diese Yacht wird dann zur Luvyacht.
 
Luvyacht - windward yachtEin Begriff der Wettsegelbestimmungen für die Ausweichregeln: Wenn zwei Yachten auf dem gleichen Bug segeln und keine klar achteraus liegt, dann ist die luvseitige von beiden die Luvyacht, die andere ist die Leeyacht.
 
Lüa - l.o.a.L.ü.a. ist eine Abkürzung für die Hauptabmessung "Länge über alles". Ähnlich Büa - Breite über alles.
 
Länge - lengthIm Internationalen Einheitssystem (SI) eine Basisgrößenart mit der Einheit „Meter" und seinen dezimalen Vielfachen und Teilen. Andere Längeneinheiten sind z.B. Seemeile, Faden, Fuß.
 
Länge, astronomische - observed longitudDer Winkelabstand eines Gestirnes vom Frühlingspunkt, rechtsläuftig von 0° - 360° auf der Ekliptik bezeichnet.
 
Länge, geographische - longitudeDer in Grad gemessene sphärische Winkel am Erdpol zwischen dem (Null-) Meridian von Greenwich, bis 180° nach Ost und West bezeichnet. Dementsprechend eine östliche und  westliche Länge.
 
Längsriss - logitudinal elevationIn einem Linienriß der Aufriß, der den Bootsrumpf in einer seitlichen Projektion zeigt. Dabei liegt das Vorschiff im allgemeinen rechts. Man unterscheidet dabei eine Außen- und eine Innenansicht als vertikalen Längsschnitt in der Kielebene.
 


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