Segler ABC |
Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.
Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen
Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit
oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen,
sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von
„Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“,
„Fockschot“ usw.) zu sprechen.
Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig
in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst,
kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck
hinzufügen!
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| Es sind 18 Einträge im Glossar. |
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| Katamaran - catamaran |
Ein Doppelrumpfboot, das im modernen Segelsport aus den leichten, aber seetüchtigen Fahrzeugen der Polynesier übernommen und entwickelt wurde. Die Benennung geht auf einen südindischen Begriff zurück, der ein aus 'zusammengebundenen
Stämmen' bestehendes Fahrzeug bezeichnet.
schmalen Rümpfen oder Schwimmern nurEin Katamaran kann durch die einem Kielboot oder einer Jolle überlegene Querstabilität schneller als ein Einrumpfboot segeln, weil er trotz seiner grossen Breite mit seinen einen geringeren Reibungswiderstand und Wellenwiderstand überwinden muss, doch kann er gerade wegen dieser vorteilhaft hohen Geschwindigkeit nicht die gleiche Höhe wie ein langsameres Boot laufen.
Die nach Konstruktionsklassen eingeteilten Katamarane unterscheiden sich im Bau durch die A-, B-, C-, und D-Divisionen. Auch Seekreuzer können als Katamarane gebaut sein. Sie haben sich als seetüchtig auch bei Atlantik-Regatten oder bei Weltumsegelungen bewährt und halten hier die Recorde aller schnellsten Reisen. Sinngemäss zum Katamaran erfand man den Ausdruck TRIMARAN für ein Boot mit drei Rümpfen (einem grösseren Haupt- oder Mittelrumpf und zwei wesentlich kleineren Seitenrümpfen oder Schwimmern).
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| Kiel - keel | Der unterste Mittellängsverband des Bootsrumpfes, der an den Bootsenden mit Vorsteven und Achtersteven verbunden ist und das Rückrat des Bootsrumpfes bildet. In Verbindung mit dem Kiel spricht man vom Loskiel und der Kielflosse, vom Kielballast und Ballastkiel.
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| Kieler Woche - Kiel Week | Seit 1882 mit wenigen Unterbrechungen (in den Jahren der beiden Weltkriege) gesegelte, älteste deutsche und bedeutendste europäische Regatta-Woche.
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| Kimm - visible horizon | Auf See der natürliche Horizont, d.h. die sichtbare Linie, in der sich Himmel und Wasser treffen.
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| Klabautermann - hobgoblin, bogy man |
Sagengestalt aus der Seemannswelt, die als guter Geist eines Schiffes gilt. Der Name stammt von 'Kalfatermann', einem heimlichen Helfer des Schiffszimmermanns der insbesondere bei Sturm und Havarie bei der Leckabdichtung half. Doch benutzt der
Klabautermann den Kalfathammer auch zum mahnenden Schlagen gegen die Bordwand, wenn er von der Besatzung schlecht behandelt wird oder die Crew nicht ihre Pflicht tut.
An Bord macht er sich durch Polter- und Bumsgeräusche bemerkbar. Man sagt, „Wenn er klopft, bleibt er, wenn er hobelt, geht er.“ Sein Aussehen gleicht dem eines Matrosen – mit Hammer und Pfeife manchmal auch mit Seemannskiste, mit roten Haaren und grünen Zähnen. Zeigt er sich, so ist dies ein schlechtes Zeichen. Er verlässt das Schiff erst, wenn es untergeht.
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| klarieren - to clear in or out | Ein Boot bei den Hafenbehörden zum Ein- oder Ausklarieren an- oder abmelden.
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| Klipper - clipper | Der schnelle Typ eines Segelschiffes im 19. Jh., der ausschliesslich auf Geschwindigkeit ausgelegt war. Klipper segelten zur Zeit des Goldrausches von der amerikanischen Ostküste rund um Kap Horn zur Westküste und umgekehrt. Sie verkehrten als 'Teeklipper' im China- und Australienhandel.
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| Klüver | Auch Klüversegel. Ein Stagsegel, das vor der Fock gefahren wird.
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| Knoten - bend, hitch | Hauptsächlich Stek genannt die jederzeit lösbare Verbindung zweier Enden z.B. als Schotstek, die Befestigung beim Festmachen z.B. als Webeleinenstek. Mit Knoten lassen sich Objekte befestigen oder Leinen miteinander verbinden. Die wichtigsten Knoten sind hier erklärt.
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| Knoten - knot |
Mit der Abkürzung 'kn' die Masseinheit fuer die Bootsgeschwindigkeit, die Fahrt (durch das Wasser). 1 Knoten (kn) entspricht 1 Seemeile (sm) pro Stunde (h), das sind 1852 m/h oder ca. 0,5 m/sec.
Die Bezeichnung leitet sich aus den Knoten her, die beim ursprünglich seemännischen Messverfahren zur Markierung in der Leine am Logscheit dienten (während eine Sanduhr ablief, wurde die Anzahl der abgelaufenen Knoten gezählt).
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| Koralle |
Die Koralle wurde ab den 70er Jahren bis in die frühen 80er Jahre durch die Atlanta Bootsbau GmbH in Weitnau, Allgäu, hergestellt. Es handelt sich dabei um eine Jolle in Knickspant-Bauweise aus Sperrholz. Später wurde die Konstruktion auf die Rundspantbauweise mit GFK-Rumpf umgestellt.
Aufgrund ihres geringen Gewichtes und des teilbaren Mastes ist die Koralle zum Autodachtransport geeignet. Die Segelfläche beträgt je nach Ausführung 8,5 m² und 10,5 m². Die Yardstickzahl des Bootes mit der Segelfläche von 8,5 qm ist 121.
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| Kreuzen - beating | Das Segeln zu einem Ziel in Luv, das man nicht direkt gegen die Windrichtung, sondern nur auf einem Amwindkurs mit wechselnden Kreuzschlägen auf dem einen oder dem anderen Bug erreichen kann.
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| Kreuzertrimaran - cruising trimaran | Ein seefähiger Trimaran mit Kajüte. Ein Seekreuzer, der als Mehrrumpfboot gebaut ist.
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| Krängung - heeling, to heel | Sich neigen, nach einer Seite überlegen oder überliegen. Als Krängung wird eine kurzzeitige, aber auch anhaltende Neigung des Bootes um seine Längsachse verstanden, die durch eine Krängungskraft, hauptsächlich durch Wind, erfolgt.
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| Krängungsmoment - heeling moment | Bei der Krängung das Produkt aus Krängungskraft (im Segeldruckpunkt) und deren Abstand von der entsprechenden Bezugsachse, die durch den Lateraldruckpunkt verläuft und nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, in der Wasseroberfläche liegt.
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| Kurs - course | Die Richtung, die ein Boot steuert oder in die es segelt. Der Kurs kann auf die Windrichtung, auf eine geographische Richtung oder auf die Umgebung bezogen werden (Kurswinkel zur Windachse, oder Kreuzkurs mit halben oder dreiviertel Wind).
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| Kurswinkel - course angle | Der Winkel zwischen dem Kurs, d.h. der Kielrichtung des Bootes, und einer Bezugsrichtung (z.B. Windachse des atmosphärischen Windes).
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| Küste - coast | Im allgemeinen Sprachgebrauch das Übergangsgebiet vom Festland zum Meer, d.h. ein Grenzgebiet, das sowohl Festlandsflächen wie landnahe Inseln und die dazwischen liegenden Meeresteile (z.B. das Wattenmeer) umfasst und auch Küstengebiet genannt wird.
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Glossary V2.0 |