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Segler ABC

Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.

Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen, sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von „Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“, „Fockschot“ usw.) zu sprechen.

Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst, kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck hinzufügen!

 


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Es sind 24 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
Gaffel - gaffEin Rundholz oder eine bewegliche Spiere, die dem Hinausstrecken des oberen Teiles eines Gaffelsegels dient. Eine Gaffel kann an einem Flaggenmast auch als 'Flaggengaffel' benutzt werden.
 
Gaffelketsch - gaff ketchEine Ketsch mit Gaffeltakelung. Das Grosssegel ist in jedem Falle ein Gaffelsegel, der Besan kann entweder Gaffel- oder Hochsegel führen.
 
Gaffelsegel - gaff sailEin viereckiges Schratsegel. Das Unterliek wird durch den Grossbaum gehalten. Das Gaffelliek ist in eine Gaffel eingezogen oder an ihr angereiht. Die Lieken eines Gaffelsegels heissen Vor- oder Mastliek oder Kopfliek, die Ecken heissen Piek, Klauohr, Hals und Schothorn.
 
Gefahrenkreis - dangerous circleIn der Navigation die durch einen Abstandskreis gegebene und mit einem Gefahrenwinkel zu kontrollierende Begrenzung eines Gefahrengebietes.
 
Gegenkurs - opposite courseEin Kurs, der um 180 Grad entgegengesetzt verläuft.
 
Gegenstrom - counter currentDie dem Kurs entgegengesetzte Richtung des Stromes.
 
Gegenwind - head wind, dead windWind von vorn oder besser ausgedrückt: Der atmosphärische Wind, der aus der Richtung kommt, in die man gelangen will, oder der dem eigenen Kurs um genau 180 Grad entgegengerichtet ist. Der durch die Fahrt erzeugte Fahrtwind wird nicht als Gegenwind verstanden.
 
Gelcoat - Fein- o. DeckschichtDie äussere Harzschicht eines Bauteiles aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), die bei der Fertigung zuerst in die Form gestrichen wird.
 
geographische Breite - geo. latitudeBezugsgrösse zur Bestimmung eines Schiffsortes, bezogen auf das Koordinatensystem der Erdoberfläche. Die Null-Koordinate ist hier der Äquator. Die Zählung der Breitenparallele erfolgt von dort aus von 0-90 Grad nach Nord oder Süd. Z.B. 86
Grad 6,9 Minuten Nord.
 
geographische Länge - geo. longitudeBezugsgrösse zur Bestimmung eines Schiffsortes, bezogen auf das Koordinatensystem der Erdoberfläche. Die Null-Koordinate ist hier der durch die Sternwarte von Greenwitch laufende, willkürlich festgelegte Halbkreis. Die Zählung der 360 Meridiane erfolgt von hier aus von 0-180 Grad nach Ost und West. Z.B. 059 Grad 7,6 Minuten Ost.
 
Germanischer Loyd - german loyd (GL)1867 gegründete deutsche Klassifikationsgesellschaft für Schiffe und Yachten, die eine freiwillige Bauaufsicht übernimmt, damit ein Boot eine entsprechende Klasse erhalten kann. Der GL gibt auch Bauvorschriften heraus, deren überwachte Einhaltung durch das Zeichen 'typgeprüft' an Bord ausgewiesen wird.
 
gesegelte Zeit - elapsed timeDie tatsächlich in einer Wettfahrt vom Durchsegeln der Startlinie bis zur Ziellinie benötigte Zeit.
 
Gewichtsschwerpunkt - centre of gravityDer Schwerpunkt, den man sich als Angriffspunkt aller auf den Bootsrumpf wirkenden Gewichte vorstellt. Dieser Punkt behält seine Lage bei jeder Krängung bei.
 
Gewichtsstabilität - stability of weightDie durch den Ballast und die Lage des Gewichtsschwerpunktes gegebene Stabilität, die auch vom Tiefgang abhängt.
 
Gezeit - tideDas durch die Anziehungskraft von Sonne und Mond erzeugte periodische Fallen und Steigen des Wasser in einer Tide.
 
Gezeitenstrom - tidal streamAuch Tidenstrom genannter, regelmässiger mit Ebbe und Flut seine Richtung wechselnder Strom, dessen genaue Richtung und Stärke im Gezeiten-Strom-Atlas enthalten ist.
 
Gleitsitz - sliding seatAuf Jollen mit geringer Formstabilität querschiffs zur jeweiligen Luvseite verschiebbar angeordnete Planke, auf der der Rudergänger ausserhalb des Bootsrumpfes sitzen kann.
 
Grossbaum - main boomDie bewegliche Spiere, die zum Ausstrecken des Unterlieks eines Grosssegels bei einer Schrattakelung dient.
 
Grossmast - mainmastDer grosse Hauptmast eines Bootes, bei einem Eineinhalbmaster der vordere, bei einem Dreimaster und mehrmastigen Schiffen der zweite Mast von vorn hinter dem Fockmast.
 
Grossschot - mainsheetDas durch mehrere Blöcke geschorene Ende, mit dem das Grosssegel bedient wird. Je nach dem Angriffspunkt am Grossbaum und der Halterung an Deck unterscheidet man eine Mittelschot oder eine Heckschot.
 
Grossschotwagen - travellerEine kleine Laufkatze, d.h. ein rollengelagerter, auch unter Belastung gleitender Beschlag, der querschiffs auf der Grossschotleitschiene läuft und durch Stopper in jeder beliebigen Position angehalten werden kann.
 
Grosssegel - mainsailDas am Grossmast gesetzte Schratsegel, das entweder mit losem Unterliek gefahren wird oder das fest mit dem Grossbaum verbunden ist. Das Grosssegel kann als Hochsegel, Gaffelsegel oder auch als Treisegel gefahren werden.
 
Grund - bottomDer Meeresgrund oder der Boden jedes Gewässes, das ein Boot befährt.
 
Grundsee - ground swellKurze, steile und überbrechende Welle, die bis auf den Grund reicht. Eine Grundsee wühlt den Meeresgrund auf und ist mit Sand durchsetzt.
 


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