Segler ABC |
Das kleine ABC der Seemannssprache und der Segelkunst.
Die Seemannssprache dient der größeren Präzisierung der technischen
Begriffe in der Seefahrt. Für den Segler ist es notwendig (und damit
oft lebenswichtig), z. B. nicht einfach von einem „Seil“ zu sprechen,
sondern es nach Funktion und Art genauer zu bezeichnen, also von
„Want“, „Fall“, „Dirk“ oder „Schot“ (oder noch genauer von „Besanwant“,
„Fockschot“ usw.) zu sprechen.
Unser kleines Segler ABC soll dazu dienen, schon mal ein klein wenig
in die maritime Welt einzuführen. Wenn Du einen Begriff vermisst,
kannst Du gern an unserem Segler ABC mitwirken und einen Ausdruck
hinzufügen!
|
|
Sie können nach Einträgen suchen. |
|
Ausdruck hinzufügen |
|
| B |
| Es sind 19 Einträge im Glossar. |
| Seiten: 1 |
| Backbord - port | Links an Bord und links außerhalb vom Boot, von achtern nach vorn gesehen. Bei seemännischen Ausrüstungsteilen spricht man z.B. von Backbord-Anker, Backbord-Koje, Backbord-Laterne.
|
| | |
| Backbordbug - starboard tack | Bezeichnung für den Kurs eines Bootes unter Segeln zum Wind. Man segelt über Backbordbug, wenn die Segel über der Backbordseite stehen und mit Backbordschoten geführt werden.
|
| | |
| Backbordschot | Bezeichnung für den Kurs zum Wind, wenn man die Schoten über die Backbordseite führt und ein Boot über Backbordbug segelt. Laufen zwei Boote auf entgegengesetztem Bug oder mit verschiedenen Schoten, dann hat das Boot mit der Backbordschot Wegerecht.
|
| | |
| Backbordseite - port side | In Fahrtrichtung gesehen die linke Bootsseite. Die gegenüberliegende Seite heißt starboard side, die Steuerbordseite.
|
| | |
| Bahnmarke - mark | Eine in einer Regatta besonders bezeichnete Boje, Tonne oder Marke, die entsprechend der Segelanweisung in der richtigen Reihenfolge und auf der vorgeschriebenen Seite zu runden oder zu passieren ist.
|
| | |
| Bauch eines Segels - aero-dynamic shape | Die Segelwölbung, die der Segelmacher durch unterschiedliches Übereinander nähen der Kanten der Bahnen und die rund geschnittenen Lieken in ein Segel hineinarbeiten kann.
|
| | |
| Beaufort |
Britischer Admiral und Hydrograph Sir Francis Beaufort (1774-1857). Er entwickelte 1806 die nach ihm benannte Beaufort-Skala zur Abschätzung der Windstärke nach beobachteten Wirkungen. Die Skala wurde offiziell 1938 in der Royal Navy eingeführt.
Beaufort teilte die Windstärken nach den zu Land und zur See sichtbaren Auswirkungen in 13 Stufen ein - im Jahre 1949 wurde die Skala vom internationalen Meteorologischen Instituts in Paris auf 17 Stufen erweitert.
Es gibt 13 Stärkegrade auf der Beaufort-Skala, ab 6 gilt der Wind als stark, ab 8 als stürmisch, darüber als Sturm und mit 12 als Orkan. Die Einteilung der B-Skala richtet sich ursprünglich nicht nach der Windgeschwindigkeit, die in Knoten gemessen wird, sondern nach der Zunahme des Winddrucks und später auch nach dem Aussehen der See. Heute ist die Beaufort-Skala natürlich mit entsprechenden Windgeschwindigkeiten verknüpft, so entsprechen 22-27 kn Wind der Windstärke 6.
|
| | |
| beidrehen - to heave to | Manöver zum kurzzeitigen Stoppen eines Bootes, bei dem der Wind die Segelfläche neutralisiert und das Boot kaum Fahrt durchs Wasser macht.
|
| | |
| beiliegen - heaving to, hove to | Der andauernde Zustand nach dem Beidrehen. Das Boot macht dabei kaum Fahrt voraus und treibt nur langsam nach Lee ab.
|
| | |
| Beisegel - light, additional sail | Ein Segel, das nicht zu den Hauptsegeln oder Arbeitssegeln gehört, aus leichteremTuch gefertigt ist und meistens zur Vergrösserung der Segelfläche auf einem raumen Kurs dient, wenn die Windgeschwindigkeit des relativen Bordwindes und die Windkraft vermindert sind.
|
| | |
| Besanmast | Der achterste Mast auf mehrmastigen Schiffen mit Gaffel- oder Hochtakelung; auch Kreuzmast genannt. Beim Schoner wird der hintere Mast Schonermast genannt.
|
| | |
| Besanwanten | Wanten die den Besanmast halten.
|
| | |
| Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung | Die deutsche Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) ist Teil des deutschen Schifffahrtsrechts.
Sie gilt auf den in ihr benannten Wasserstraßen für die Binnenschifffahrt. Auf Rhein, Mosel, Donau und Bodensee gelten eigene Schifffahrtsordnungen. Auf Teilen der Elbe, der Weser und der Ems, sowie auf dem Nord-Ostsee-Kanal gilt die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung.
Die BinSchStrO gilt für alle darauf betriebenen Fahrzeuge. Sportboote gelten als Kleinfahrzeuge, die Fahrzeugen der Berufsschifffahrt auszuweichen haben.
Im ersten Teil der BinSchStrO werden u.a. Fahrregeln, Ausrüstungspflichten sowie Tag- und Nachtzeichen der Fahrzeuge und der Wasserstraßen festgelegt. Der zweite Teil enthält für 18 regionale Bereiche Sondervorschriften, die z.B. die Maße der Fahrzeuge und ihren Tiefgang spezifisch begrenzen oder Höchstgeschwindigkeiten festlegen. Der dritte Teil der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung enthält Vorschriften zum Gewässerschutz und zur Abfallbeseitigung.
|
| | |
| Boje - buoy | Schwimmkörper in Kugel-, Kegel- oder Tonnenform aus Kunststoff, Gummi oder Stahlblech, der die Lage eines Gegenstandes auf dem Grund kennzeichnet. Zur Bezeichnung eines Fahrwassers dienen Bojen im kardinalen- bzw. lateralen Betonnungssystem.
|
| | |
| Bord - board | Der Bootsrand, im übertragenen Sinne auch der oberste Teil der Bordwand z.B. Steuer- & Backbord.
|
| | |
| Bordwind - relative wind, apparent wind | Die an Bord und in Fahrt erkennbare Windrichtung, die der Verklicker oder Stander anzeigt. Der Bordwind wird auch scheinbarer Wind genannt. Im Gegensatz zum atmosphärischen Wind auf den umgebenden Wasserflächen und an Land ändert der Bordwind durch die Fahrt des Bootes bzw. den Fahrtwind seine Richtung und Geschwindigkeit auf dem Kurs eines Bootes zum Wind.
|
| | |
| Breite - latitude | In der Navigation eine geographische Koordinate, die in Grad und Minuten angegeben, vom Äquator als Bogenstück des Ortsmeridians gerechnet wird und zur Bestimmung des Schiffsortes dient.
|
| | |
| Brücke - bridge | In der Schifffahrt eine Kurzform für Kommandobrücke, die ursprünglich nur ein verbindender, von Stützen getragener und von Backbord nach Steuerbord reichender Gang war.
|
| | |
| Bug - bow | Vorderteil eines Schiffsrumpfes (der hintere Teil eines Schiffes heißt Heck). Den vorderen Abschluss des Bugs bildet der Vordersteven, bei Holzschiffen meist ein vierkantiger Holzbalken. Im Laufe der Zeit sind unterschiedliche Bauformen entstanden, bei denen sowohl optische als auch strömungstechnische und andere Gesichtspunkte die Form bestimmt haben.
|
| | |
|
|
Glossary V2.0 |